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Engelwurz
(Angelica archangelica)Engelwurz (Angelica archangelica)Angelika – das Engelkraut für Seele und Bauch

 

Steht man in der untergehenden Sonne vor dieser mit zahlreichen Blütendolden übersäten Heilpflanze, meint man vor einer Madonna zu stehen.

Der Sage nach sollen die Schutzkräfte himmlischen Ursprung sein , denn der Legende nach stieg ein Erzengel herab und zeigte einem frommen Einsiedler, wie er sich gegen die Pest schützen konnte. Man vermutet daher, dass der Name „Erzengelwurz“ daher stammt, dass zum einen die Heiligkeit des Pflanzengeistes unterstrichen wurde und zum anderen der zu verwendete Teil damit bezeichnet wurde.

 

Sicherlich ist diese alte Pflanze durch die Industrie und Chemie zurückgedrängt worden, an besonders feuchten Standorten ist sie in Mitteleuropa immer noch zu finden. Steht man vor dieser bis zu zwei bis drei Meter hoch strebenden Pflanze geht einem förmlich das Herz auf. Es ist nicht nur wie erhaben sich daraus der Stängel zwischen zwei sich gegenseitig umschliegenden Hüllblättern hervorwächst, besonders gibt die Engelwurz einen wunderbaren würzig und süßlichen Duft ab. Aufgrund dieser Unterscheidungsmerkmale ist eine Verwechselung mit den giften Doldenblütlern fast unmöglich.

 

Eingewandert ist diese Heilpflanze aus dem hohen Norden und ist bis nach Grönland hinauf heimisch. Lappen und Eskimos dient sie als wichtiges Gemüse.

 

In der Volksmedizin dient die Pflanze als Allheilmittel, vor allen bei Ansteckungsgefahr und Seuchen, deshalb wurde sie in Klostergärten gezogen. Die Benediktiner Mönche brauten daraus Elixiere und Liköre, die mit großem Erfolg verkauft wurden und heute noch werden. Auch in dem verdauungsfördernden Schnaps Averna ist Angelika-Wurzel enthalten.

Besonders zu erwähnen ist, dass Angelika als Frauenkraut bei Menstruationsbeschwerden, sowie Wechseljahren eine große Hilfe ist, da sie krampflösend und wohltuend auf den Unterleib wirkt.

Auf Männer soll die Wurzel übrigens Potenz – und fruchbarkeitssteigernde Wirkung ausüben, weswegen sie auch eine wirksame Hilfe bei Kinderwunsch ist.

Gewöhnlicher Beifuß - ein Freund von Galle und Leber

Diese Pflanze , von der die Blätter vor der Blüte, und die Wurzel im Herbst, ist der jugendlichen-verfüherischen Götting Artemis geweiht. Im Altertum dienten die Zweige für die Herstellung von Liebeszaubern. Hierfür wurde mit Beifuss geräuchert, was eine euphorische und stimulierende Wirkung auslöste.

Der Beifuß gehört zu den Johanniskräutern und gilt als Brautpflanze. So haben wir zur Sonnwendfeier einen Gürtel aus Beifuss geflochten, dabei getragen und anschließend in das Sonnwendfeuer geworfen. In der Glut sollen alle bösen Einflüsse verbrannt und Gesundheit für ein Jahr beschert werden.

Bereits in seiner bekanntesten Verwendung als Würzzutat zu fettigen Speisen wie dem Gänsebraten zeigt der Beifuss sein großes heilkundliches Potenzial. Er wirkt verdauungsfördernd, unterstützt die Fettverbrennung durch Anregung der Gallentätigkeit.

Beifuss, der zu den Korbblütlern gehört,  kann in der Hausapotheke getrocknet für Teezubereitungen oder als alkoholischer Frischpflanzenauszug aufgewahrt werden. Zur Unterstützung der Verdauung empfiehlt sich die Verwendung als Teeaufguss.

Während der Schwangerschaft darf Beifuss aufgrund seiner abtreibenden Wirkung weder eingenommen noch geräuchert werden.


 

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