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Holunder - der Gotterstrauch der Frau Holle Holunder - der Gotterstrauch der Frau Holle HOLUNDER -
DER GÖTTERSTRAUCH VON FRAU HOLLE

 

als treuer Begleiter des Menschen, aus allen seinen Teilen Heilstoffe liefernd, ist der Holunder ein hochgeschätzter Strauch. Seinen Samen fand man schon in Prähistorischen Siedlungen, was darauf schließen lässt, das ihn die Menschen schon damals verwendeten

Allerdings, so lautet ein weitverbreiteter Spruch, sollte man sich vor dem Holunder in Acht nehmen.
D
as Verstümmeln oder sogar Umhauen eines Holunders bedeutet Unglück und Tod. Will man den Holunder die Äste stutzen, so muss man ihn vorher um Erlaubnis fragen.

 

 Der Holunderbusch war der Lieblingsbaum der germanischen Göttin Holla, die wir als Frau Holle vor allem durch das Grimm-Märchen kennen. Die Liebe der Göttin zum Holderbusch verwundert ein wenig, denn eine besondere Busch- oder Baumschönheit ist er gerade nicht. Seine Äste sind krumm und mit einer unschönen Rinde bedeckt. Sie wirken morsch und abbruchreif. Im Winter gleicht der Busch einer zusammengefallenen greisenhaften Figur. Im Frühjahr allerdings, wenn seine weißen Blüten aus dem satten Grün der Blätter herausleuchten, besitzt er eine stille Schönheit, und da ist die Wohnung des beschützenden Hausgeistes Holla sehr wohl in ihm zu vermuten. Nicht ohne Grund also erhielt der Holunder den Namen der Göttin.

 

Man kann vom Holunder fast alles verwenden: Blätter, Blüten, Rinde und natürlich die Früchte. Weil die Konzentration der einzelnen Wirkstoffe unterschiedlich ist, gibt es auch verschiedene Anwendungsbereiche. So haben die Blüten eine schweißtreibende Wirkung bei allen Erkältungskrankheiten wie Grippe, Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung. Auch als beruhigendes und schmerzlinderndes Mittel bei Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen wurde er einst geschätzt. Im Mittelalter wurde aus den Blüten auch das Holunderblütenwasser gebrannt, das bei Geschwülsten, Wassersucht, Leber- und Milzleiden gute Dienste leisten sollte. Das einfache Holunderwasser soll den Stoffwechsel anregen und leicht abführen. Die Blüten können auch als Laxans verwendet werden. Die volksheilkundliche Anwendung von Fliederblüten und Fliederblütentee bezieht sich wohl auf den Holunder und hat mit Flieder selbst nichts zu tun.

Die Beeren, die zu Saft, Mus, Wein und Marmelade verarbeitet werden können, sind reich an Vitaminen und sollen die Abwehrkräfte des Körpers stärken. Weniger ratsam ist es, sie frisch zu essen, weil sie oft Brechreiz und Übelkeit verursachen.

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